Mode Design

Die Mode war und ist Ausdruck der wirtschaftlichen, sozialen und vor allem emotionalen Befindlichkeiten unserer immer komplexer werdenden Gesellschaft. Die Auseinandersetzung mit diesem soziokulturellen Phänomen erfordert nicht nur ein immer breiteres Wissensspektrum, sondern auch die Fähigkeit zu vernetztem Denken und zur Selbstreflexion.

Der Sinn einer akademischen Ausbildung liegt in unseren Augen darin, diesen Prozess zu fördern und nicht durch kommerzielle Erwägungen zu bremsen. In einer Branche, die sich mehr denn je permanent neu erfinden und definieren muss, werden unabhängig von Stil und Genre Kreative benötigt, die nicht nur informiert sind, sondern innovative Kraft und Individualität besitzen. Neben künstlerischem Talent sind darum Leistungsbereitschaft, Wissensdurst und Selbstvertrauen unabdingbare Voraussetzungen für eine erfolgreiche Modedesign-Ausbildung.

Die Ausbildung Mode Design an der AMD beschränkt sich nicht auf die Vermittlung von Kompetenzen innerhalb eines eng gesteckten fachlichen Rahmens, sondern fördert durch ihren interdisziplinären Ansatz den ganzheitlichen Blick auf das Thema. Der Fächerkatalog beinhaltet daher praktische und theoretische Aspekte, die den Begriff Mode möglichst weit fassen. Workshops externer Dozenten, die zu Beginn jedes Semesters stattfinden, ergänzen dieses Angebot.

Der künstlerisch/ konzeptionelle Ansatz, der in der Ausbildung Mode Design als wichtige Basis für das Ausloten des gesamten kreativen Potenzials dient, ist nicht Widerspruch, sondern Ergänzung zur Notwendigkeit die Auszubildenden gleichzeitig mit den Realitäten des Marktes zu konfrontieren. Als wichtige Orientierung dient dabei ein Praktikum, das als fester Bestandteil in den Ausbildungsgang integriert ist. Hier können bereits erworbene Fähigkeiten zur Anwendung kommen und eigene Stärken, aber auch Schwächen erkannt werden. Praktika sind in vielen Fällen erste, wichtige Berührungspunkte mit der Branche und ebnen häufig bereits den Weg in ein späteres Arbeitsverhältnis. Umso wichtiger ist es, hier die Chance zu ergreifen, sich auch international zu orientieren und die Möglichkeit wahrzunehmen, ein Praktikum im Ausland zu absolvieren. Darüber hinaus ergänzen Wettbewerbe und Projekte mit namhaften Firmen die Ausbildung. Hier kommen den zukünftigen Modedesignern die engen Kontakte zur Industrie und Kooperationspartnern zugute. Die Größe und Vielschichtigkeit der Modebranche bietet eine Reihe möglicher Berufsbilder. Sie reichen vom Styling über das Arbeiten in Trend- oder Stilbüros bis zum klassischen Modedesign. Die jeweiligen Aufgabenbereiche des Designers sind ebenfalls extrem variabel. So unterschiedlich wie Firmen und Labels sind auch deren Anforderungsprofile. Häufig werden neben der Designkompetenz auch ausgeprägte organisatorische Fähigkeiten gefordert. Die Absolventen der AMD arbeiten in der heimischen Industrie genauso wie bei international renommierten Labels. Die Bandbreite der Firmen reicht von großen Filialisten wie P&C, C&A oder Esprit bis hin zu Designern wie Alexander Mc Queen, Issey Miyake, Dries van Noten und A.F. Vandevorst.